Weihnachten, der Apfel und die Reise nach Hause

Weihnachten ist für uns alle eine besondere Zeit.

Sie ist angefüllt von Brauchtümern, Traditionen, Familiengetümmel, Gefühlen, Erwartungen usw. Im Laufe der Zeit verändert sich der persönliche Bezug zu Weihnachten; so ist es als Kind kaum auszuhalten vor Vorfreude auf die Geschenke und den Zauber des geschmücktem Baumes. Als Jugendlicher mischt sich dann der Widerstand gegen den familiären, traditionellen „Zwang“ hinzu. Als Erwachsener entwickelt man einen eigenen Weihnachtsentwurf und sobald eigene Kinder da sind, schließt sich wieder der Zyklus und man greift die „alten“ Traditionen wieder auf und erinnert durch die Freude der Kinder wieder an die eigene Kindheit.

In meiner Kindheit gab es zu Weihnachten auch eine Tradition.

Na ja, eigentlich mehrere: Nachmittags wurde der Baum geholt und geschmückt, der klassische Kartoffelsalat und die Frankfurter Würstchen wurden angerichtet. Bevor der Bescherung wurden Weihnachtlieder gesungen. Dann wurde die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und im Anschluss machte mein Vater ein Ritual. Es war ihm besonders wichtig und so hatte er es regelrecht zelebriert.

apfelspaltenEr nahm einen Apfel, zerteilte ihn und gab jedem der da war ein Spalte. Und das war nicht irgendein Apfel aus dem Supermarkt. Nein, er hat ihm bereits Wochen vorher ausgewählt, ist im Garten umhergestreift und hat den rechten Apfel ausgesucht und ihn an einem besonderen Platz dafür aufbewahrt. Dann an Weihnachten sprach er bei Tisch ein Gebet oder besser eine Fürbitte, dass jeder, der von diesem Apfel aß, immer wieder nach Hause zurückfinden möge. Dann aß jeder die ihm zugeteilte Apfelspalte.

Als Kind und Jugendliche war mir dieser Teil von Weihnachten immer sehr unangenehm, denn ich finde rohe Äpfel einfach fürchterlich. Und sogar beim Schreiben darüber schüttelt es mich, da ich das Knirschen des Zerteilens und Essens in mir fühle und höre (die Hochsensibilität läßt grüßen 😉 ) . Aber das ist eine andere Geschichte ……

Warum ich das heute erzähle

ist, dass ich irgendwann eine erweiterte Bedeutung dieses Rituals erfasste. Na ja, damals hatte ich neben der Abscheu vor rohen Äpfeln in meinem Kopf einfach nur naive Bilder von Hänsel und Gretel, die sich im Wald verlaufen hatten und den Weg nach Hause suchten.

Die Erkenntnis,

spiraledass es um eine ganz andere Heimkehr geht. Dass man sich erinnert an seine spirituelle Herkunft, dass man das Gefühl des Getrennt-seins überwindet, dass man die menschlich-irdische Identifikation in der 3D-Welt hinter sich läßt, seine dichten niedrig schwingenden Erfahrungen hinter sich läßt und sich in höhere Dimensionen  hinaufschwingt.

Das ist das eigentliche „Nach Hause kommen“.

Mit dieser Erkenntnis wird mir zum einem ganz warm ums Herz wenn ich an meinen Vater denke und noch wärmer wird mir, denn genau darin liegt der Kern meiner Arbeit. Die Quintessenz ist die Christusenergie, mit der all meine Coachings und Heilungen durchzogen sind. Denn genau das ist mein Wirken, mein Angebot für die Menschen.

Und diese Weihnachtsgeschichte teile ich heute mit dir.

 

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Mit herzlichen Grüßem Valonia Judith Braun

 

 

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