Warum Jammern Dich nicht weiter bringt

Ab und an ist es an der Zeit, Klartext zu reden. Heute geht es um das Jammern. Warum das nicht wirklich was bringt und in welche Falle man dabei tappt, darum geht es in diesem Artikel.

„Das sind merkwürdige Energien gerade, alles läuft quer!“

oder auch

„Mir geht es heute ganz schlecht, kann mir mal jemand Energien schicken?“

So oder so ähnliche Sätze lese ich recht häufig in den sozialen Netzwerken wie Facebook. Wie eine Unart breitet es sich in manchen Gruppen dort aus. Und andere Mitleser beantworten es auch mit Hingabe und Fürsorge.

Doch ich betrachte das mal kritisch.

Denn was tut da jemand? Diese Person, ich nenne sie mal Klara, sie jammert. Sie nimmt ihr Empfinden, welches ihr  Unbehagen bereitet und lädt es wie Müll in die Gruppe ab. Dort lungert dann dieser Müll rum und zieht Aufmerksamkeit und Energien an. Und Klara schnappt sich diese Aufmerksamkeit und die Energien der anderen. Man könnte es auch als Vampirismus bezeichnen, denn Klara klaut sich die Energien der anderen.

Löst Klara etwas für sich? Lernt sie etwas? Wächst sie? Reflektiert sie, was wirklich los ist? Nein, sie verwendet Esofloskeln und entlädt lediglich ihren emotionalen Überdruck und holt sich schönere Energien dafür zurück.

Dieses Spiel geht und geht und geht. Manchmal Jahre lang oder gar ein ganzes Leben. Schade eigentlich.

Was könnte sie stattdessen tun?

Nun, als erstes aufhören zu jammern und die Anderen von ihrem Geknatsche verschonen. (Oh heute bin ich direkt 😉 ) In Folge wird Klara ihren emotionalen Druck wirklich fühlen. Wenn sie bereit ist, ihn auszuhalten und sich dem zu stellen, was da wirklich los ist, dann kann sie wirklich was lösen, lernen und wachsen.

Es gibt einen weiteren, wichtigen Grund, den emotionalen Druck für sich zu behalten.

Diese gestauten Energien werden zudem gebraucht, um Mauern einzureißen und wirkliche, nachhaltige Veränderungen einzuleiten. Solange es so vor sich hin plätschert, bringt man die Energie nicht auf.

Auch ich selber musste so manches mal richtig Frust und Wut ansammeln bis ich an einen Punkt kam, wo ich zu mir sagte und mir schwor „Es ist genug! Da will ich raus und ich tue alles dafür!“

Wenn die Komfortzone nicht mehr komfortabel und gemütlich ist, sondern  schlicht zu eng und begrenzend und schmerzhaft  wird, dann überwindet man Ängste und Bedenken und ist bereit für einen Quantensprung.

 

Im zweiten Jammersatz bittet – ich nenne sie mal Anna – um Unterstützung. Doch was tut sie eigentlich? Sie erklärt sich selbst für unfähig, sich selbst zu helfen. Sie ist im Opfermodus. Und auch Anna klaut den Anderen Energie.

Soll man nun keinem mehr helfen?

Nein, es geht nicht darum, ob man niemandem mehr hilft. Es geht darum, dass es wichtig ist, Verantwortung für sich zu übernehmen bzw. auch die Verantwortung für die Befindlichkeit bei dem Anderen zu lassen.

Alles andere sind Spiele: Opfer-Täter-Retter-Spiele.

Würde Anna statt zu jammern, Verantwortung für sich übernehmen, dann würde sie sich um sich kümmern. Dieses Kümmern kann auch bedeuten, dass sie sich echte Hilfe holt. Und sich zeigen lässt, wie sie sich selbst helfen kann. Und damit Wege und Möglichkeiten  findet,  aus ihrer erlernten Hilflosigkeit rauszukommen, aus ihrer Opferhaltung auszusteigen. Sie würde sich als machtvolles Wesen erfahren können. Und sie könnte lernen, schlicht erwachsen mit den Herausforderungen des Lebens umzugehen.  Sie könnte erkennen, dass ihre erlernte Hilflosigkeit ein Muster aus ihrer Kindheit ist und dass sie dieses Muster übernommen hat. Sie hat es sich abgeschaut und auf empathische Weise inhaliert. In Annas Familie ist es so üblich. Da gibt es die hilflosen Frauen und die übermächtigen Männer in Form von Vater und Brüdern. Sie könnte dieses Muster durchbrechen und damit auch in ihrer Familie einen Wandel initiieren. Ich glaube, Annas Ahninnen würden erleichtert aufatmen.

Zu was ich ermuntern möchte, ist sich der Spielmuster des Jammerns und Rettens bewusst zu machen. Dass es um Energiemissbrauch geht und um unbewusste Muster. Sie entlasten nur vordergründig. Sie helfen nicht wirklich.

Wenn Du zu der Sorte der Retter/Helfer  gehörst, dann ist es  für dich hilfreich, STOP zu setzen.

Gerade Lichtarbeiter und Heiler finden sich häufig in der Retterfalle.

Es erfordert Wachheit und Klarheit, auf´s Retten und Helfen bei einem Jammerer zu verzichten. Und auch auf das Dopamin , dem Belohnungsstoff verzichten, das der Retter aus seiner Neurologie ausgeschüttet bekommt – und es sich sooo gut und richtig anfühlt. Die Wahrheit ist: es ist weder richtig noch hilfreich.

Echte Hilfe ist dabei KEINE HILFE! Nur so werden Muster durchbrochen.

 

Wenn jeder seinen Part lernt, also sowohl Opfer und Retter, dann kann sich Vieles ändern.

So kann jeder mit seinen Energien bei sich bleiben und es gibt viel weniger energische Verstrickungen. Stattdessen könnten echte Beziehungen entstehen. Solche, bei denen alle erwachsen sind. Und alle energetisch versorgt sind.

Wenn du aus diesem Spiel aussteigen möchtest,

dann empfehle ich dir folgende Übung: „28 Tage Jammerfrei!“

Was brauchst du? 2 Schalen mit 28 Murmeln/Knöpfen/oder ähnlichem. In Schale 1 kommen alle Murmeln. Du beschließt, ab sofort auf jegliches Jammern zu verzichten – insbesondere auf den aktuellen heutigen Tag. Jeden Abend ziehst du Bilanz. Und wenn es dir gelungen ist, den ganzen Tag jammerfrei durchzustehen, legst du 1 Murmel von Schale 1 in Schale 2. Am folgenden Tag das Gleiche. Sollte es einen Tag geben, an den du ins Jammern zurückgefallen bist, dann wandern alle Murmeln aus Schale 2 zurück in Schale 1. Und das bedeuted: Zurück auf Anfang. Wenn du 28 Tage lang durchgehend geschafft, auf Jammern zu verzichten, dann hast du dir eine neue Gewohnheit zugelegt, die bis in deine DNA sich verankert hat. Einen ganzen Mondzyklus, yeah! Glückwunsch!

 

Dieser aufrüttelnder Beitrag wollte schon lange raus!

 

Mit herzlichen Grüßen, Valonia Judith Braun

 

PS: Wenn Du weitere Impulse von mir haben möchtest, dann komm in meine Facebookgruppe.

 

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