Die fünf größten Hürden eines Erdenengels

Erdenengel – das ist doch so ein seichtes Esogequatsche und nur was für ganz Abgedrehte!

So oder so ähnlich ist die Reaktion der meisten Menschen.

Und mit diesem Artikel möchte ich Klarheit in den dubiosen Nebel bringen und auch gerne Klartext dabei reden.

Was ist überhaupt ein Erdenengel?

Diesen Begriff hat Doreen Virtue, bekannte Spirituelle Heilerin und Buchautorin, geprägt und in ihrem Buch “Die neuen Engel der Erde“ beschrieben. Laut ihrer Definition sind Erdenengel Engel sind, die inkarniert sind.

Für mich persönlich ist es eine zu kurz gefasste Definition. Erdenengel sind  Menschen wie alle anderen auch und doch sind sie wie aus einem anderen Gewebe. Sie sind feinsinniger, dünnhäutiger, achtsamer, haben ein großes Herz. Ihr ganzes Sein ist darauf ausgerichtet, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.

Mir gefällt auch die Beschreibung, dass sie nie vollständig in das spirituelle Vergessen gesunken sind. Bei all den irdischen Erfahrungen blieb die geistige Nabelschnur intakt. Diese dient sozusagen als Ariadnefaden, um aus der Dunkelheit wieder zurückzufinden und in Folge auch den anderen Menschen den Weg ins Lichte zu zeigen. Der Sinn ihrer Inkarnationsreise ist neben dem Erkunden der menschlichen Erfahrung innerhalb der Polarität auch die Heilung der Menschen und des morphogenetischen Feldes.

Aus meiner Erfahrung haben sich 5 Hürden oder auch Lernfelder herauskristallisiert, die ein Erdenengel überwinden muss, damit er seine Aufgabe leicht und kraftvoll erfüllen kann. Sie sind nicht isoliert zu betrachten. Eher greift das Eine ins Andere. Doch als Überblick und Struktur kann es dir hilfreich sein.

 

1. Die Kindheit überwinden

Ganz typisch für einen Erdenengel ist es, sich fremd und nicht zugehörig zu fühlen. Ein Erdenengel nimmt die Welt anders wahr und hat in sich andere Werte als die Familie und das umgebende Umfeld. Sie lösen bei ihm selbst schlicht Störgefühle aus. Da ist immer so eine unsichtbare Grenze zwischen einem Erdenengel und den Menschen. Daraus ergibt sich ein unbewusster innerer Konflikt zwischen „ich muss mich einfügen/anpasssen“ und ein „hier stimmt doch was nicht!“

Die Familie ist meist systemisch ziemlich verstrickt, dysfunktional und angefüllt mit reichlich schwerer, dichter Energie. Nur ist das gar Keinem auch nur ansatzweise bewusst. Es herrscht viel Tradition, Rigidität und/oder viel Streit und emotionale Kälte.

Und das ist alles kein Zufall. Es herrscht große Bewusstlosigkeit. Nur der Erdenengel spürt die Schwere und Dichte und spürt die Lebenslügen. Er ist der Bewusstmacher in dieser Sippe. Das ist sein Job. Er soll und will Licht ins Dunkle bringen. Damit die Bewusstwerdung voran schreitet. Und es bietet zudem auch die Möglichkeit, eigenes Karma abzutragen.

Das Problem für das Kind ist, dass es sich weder verstanden fühlt  noch angenommen. Und ein Kind nimmt all das persönlich und glaubt, dass es ein Fehler sei. Dass es sich anpassen muss, dass es seine Schwingung runter dimmen muss, um dazu zugehören. Dass es nur das als wahr annehmen darf, was die Sippe als wahr annimmt. All das passiert völlig unbewusst. Das Ergebnis ist ein hochfähiges, hochspirituelles Wesen, das sein Energiefeld verklebt hat, um einigermaßen durchzukommen. Selbstwertgefühl, Selbstbewusstsein und Selbstfürsorge konnte ein Erdenengel häufig nicht in der Kindheit entwickeln. Seine eigene Bedürftigkeit wurde selten gestillt und daher hat das Kind gelernt, sie zu unterdrücken oder irgendwie zu kompensieren.

Später wird das erwachsen gewordene Kind damit zu tun haben, seine Prägungen, seine Glaubenssätze und Selbstbilder aufzuarbeiten und sein Energiefeld wieder zu reinigen. Oder sinnbildlich gesagt, seine Flügel zu putzen. Das erwachsen gewordene Kind wird lernen müssen, seine energetischen Verbindungen von horizontal (zu den Menschen ausgerichtet) hin zu vertikal (zur Geistigen Welt hin) neu auszurichten. Nur so wird er die Antworten finden, nach denen er sucht. Nur so wird er seine Bedürftigkeit wirklich stillen können.

Damit es in der Lage sein wird, seine Aufgabe auch wirklich erfüllen zu können und ein erfülltes Leben führen zu können.

 

2. Dem inkarniert sein zustimmen

Sehr häufig haben Erdenengel Probleme mit dem geerdet sein. Während die oberen Chakren aktiv sind oder leicht zu aktivieren sind, sitzen in den unteren Chakren ziemlich dicke Blockaden. Da stellt sich die Frage, woher das kommt.

Nach meiner Erfahrung gibt es dafür drei Hauptgründe:

Zum einem ist da ein Widerstand, überhaupt ganz in den Körper einzutauchen; so nach dem Motto: „oh, mal lieber nicht so tief hinein ….. dann tut es nicht so weh …. Und ich kann auch ganz leicht wieder raus und abhauen!“ und das Ganze gepaart mit dem Ursprungsgedanken: „Oh Nein, nicht schon wieder!“.

Das sind alles Abwehrreaktionen nach schlimmen Erfahrungen in früheren Inkarnationen und oft auch gar nicht so netten Sterbeerfahrungen. Diese sind im Energiefeld gespeichert und erinnern bei jeder neuen Inkarnation. Da ist es dann hilfreich, diese Traumata zu klären und zu transformieren.

Der zweite Hauptgrund warum es Erdenengel schwer fällt, sich zu erden ist das Gefühl, sich mit der Erdung auch tief ins morphogenetische Feld der Menschen einzutauchen mit all der Dichte und Schwere. Da hilft es, sich klarzumachen, dass es genau dieses nicht braucht, sondern dass man sich einfach mit dem Energiefeld von Mutter Erde verbindet. Und dieses Feld hat eine ganz andere Schwingung. Dieses Feld nährt und trägt und ist voller Liebe und Güte. Dort wird es regelrecht gemütlich.

Der dritte Hauptgrund gilt vor allem für sogenannte Starseeds, also Seelen die das erste mal hier auf der Erde inkarnieren und überhaupt das erste mal in einen Körper inkarnieren. Für sie ist es schlicht unbekannt und ungewohnt bis hin zu einem regelrechten Schock, sich in der Begrenzung und Dichte eines menschlichen Körpers zurecht zu finden. Ich vergleiche das gerne mit den Strumpfhosen, die wir als Kinder getragen haben. Sie waren aus Baumwolle und nicht wirklich nachgiebig oder elastisch. Die Zehen und Fesseln haben gedrückt, beim Hinknien hat es gespannt und der Zwickel ist immer tiefer gerutscht. Da mag man gar nicht richtig hinein. Und genau so verhält sich dann sie Seele; sie taucht nicht richtig hinein und bleibt lieber so auf der Schwelle. Was dabei hilft ist z.B. ganz viel Licht und lichtvolle Energie in den Körper zu leiten, so dass es für die Seele angenehmer wird und sie sich wohler fühlt.

 

3. Seine Gaben annehmen und steuern

Zu den Gaben eines Erdenengels gehören die Hochsensibilität, Hochsensitivität, Empathie und das Leiten von Heilenergien und Transformieren des Morphogenetischen Feldes.

Hochsensibilität zeichnet sich dadurch aus, dass die normalen Sinne verstärkt sind. Das bedeutet, es werden mehr Sinneseindrücke wahrgenommen und diese werden auch verstärkt empfunden. Dadurch kommt es zu einer Reizüberflutung des ganzen Systems. Es will gelernt und trainiert werden, mit eben dieser Reizüberflutung umzugehen, wie sich Filter zu visualisieren und auch mehr Pausen einzubauen.

Die Hochsensitivität beschreibt ebenfalls eine Verstärkung der Sinne, sie betreffen hierbei die erweiterten Sinne. Das bedeutet, dass jemand hellsichtig, hellhörig, hellfühlig oder auch hellwissend ist. Und es will gelernt sein, diese Sinne sinnvoll einzusetzen und für sich zu klären, ob ein Sinnesreiz aus dem physischen Sinn kommt oder ob die Wahrnehmung eine Erweiterte ist. So nehme ich manchmal Stressgeräusche bei Jemanden wahr, obwohl nicht wirklich etwas zu hören ist. Oder sind auch mal Gerüche wahrzunehmen, die nicht alle Menschen riechen. Und doch ist dann etwas da. Am Anfang mag das verwirrend sein, doch mit der Zeit lernt man, damit umzugehen. Heute weiß ich, dass wenn ich einen Geruch von Rosen in der Nase habe, dann ist die Energie von Lady Nada im Raum. Und das ist ein Grund zur Freude.

Empathie gehört an sich zur Grundausstattung von uns Menschen. Ohne sie wären wir alle Soziopathen. Doch Erdenengel haben typischerweise eine hochausgeprägte Empathie. Sie sind wie Schwämmchen und saugen regelrecht frei herumfliegende Energie in sich auf. Als Ergebnis sind sie dann ständig voller Fremdgefühle und auch mal voller Fremdenergien. Sie verlieren sich dabei. Sie müssen lernen: das bin ich und das bin ich nicht.

Daher muss ein Empath lernen, sich bewusst zu machen, wie er es schafft, Schwämmchen zu sein und warum er das tut. Und dann im nächsten Schritt seine Empathie zu steuern.

Zum einem ist ein Empath noch sehr verbunden mit dem „Alles-ist-eins-Modus“ und es fällt ihm schwer, in den „Individualitäts-Modus“ zu gehen. Zum zweiten spürt er die Isolation, sobald er in diesen „Individualitäts-Modus“ geht. Er fühlt sich einsam. Auch ist das Einsamkeitsgefühl ein Empfinden des Inneren Kindes. Und um diesem Einsamkeitsgefühl zu entweichen, erweitert er seinen Energiekörper und verbindet sich mit den energetischen Armen mit all den anderen Menschen, die so seines Weges kommen. All das passiert wieder völlig unbewusst. Daher muss es bewusst gemacht und umtrainiert werden. Hilfreich ist da z.B. sich in ein lebensgroßes farbiges Ei zu setzen.

Zum anderem ist es ein mitgebrachtes, aus alten Zeiten stammendes Verfahren, schwere unerlöste Energien in sich aufzunehmen und in sich zu transformieren. Das ist zwar ehrhaft – doch es passt nicht mehr in die heutige, Neue Zeit. Heute braucht´s das nicht mehr.

Sehr hilfreich ist die empathische Fähigkeit, wenn es in den professionellen Bereich geht. Als Coach oder als Heiler ist es ja sogar notwendig zu fühlen, wie es dem anderen geht. Zu fühlen, was der andere fühlt ist dann wie ein Instrument, dass man benutzt um dienen/helfen/heilen zu können. Danach legt man dieses Instrument wieder zur Seite.

Eine weitere Folge der übermäßigen Empathie und auch von ungenügender Erdung ist häufig ein ausgeprägtes Übergewicht. Die eingesammelten schweren Energien werden im Körper gespeichert und (um den Körper vor Vergiftung zu schützen) in Fettdepots untergebracht. Daher ist es ungemein wichtig, dass man sich als Erdenengel regelmäßig reinigt und entgiftet, sowohl stofflich, emotional und energetisch. Desweiteren zahlt auf dieses Konto die emotionale Kompensation ein; wenn man mit Essen beschäftigt ist, dann muss man nicht fühlen.

Umgang mit den heilerischen Gaben kann auch eine Hürde sein oder blockiert sein. Man darf als Heiler lernen, sich nicht ausnutzen zu lassen und Grenzen zu setzen und die Verantwortung für die Heilung bei dem Klienten lassen (und immer wieder zurückgeben). Man darf lernen, auch entsprechendes Honorar zu nehmen und damit Geben und Nehmen im Ausgleich zu halten. Und man darf auch seine Gaben wieder aktivieren, die man irgendwann sich verboten hat, weil die Heilung nicht gelungen ist, vielleicht sogar Schaden gebracht hat oder weil man seine Gaben missbraucht hat. Damit kommen wir in den Bereich der Schatten der Vergangenheit.

 

4. Die Schatten der Vergangenheit klären

Damit meine ich zum einem das Ahnenfeld und die systemische Verstrickung darin. Das Ahnenfeld stellt sozusagen ein Füllhorn an Traumen und Blockaden mit sich und allem, was das Leben schwer macht.

Und dazu gesellt sich noch der eigene karmische Ballast, den man mitgebracht und in sich gespeichert hat. Bei Erdenengeln, Heilern und Alten Seelen finden sich sehr oft Themen von Scheiterhaufen, Ausgeschlossen werden, Klosterthemen mit Schwüren und Gelübden, Missbrauch der Gaben und Täuschung.

Das Klären der Vergangenheit mit dem Lösen der schweren Energien ist auch deshalb wichtig, weil sich die eigene Schwingung im Bewusstseinswandel und Aufstiegsprozess ständig erhöht. Die schweren Anteile wirken wie Betonfüßchen die einen immer wieder nach unten ziehen und letztendlich zu einer Spaltung führen, wenn sie nicht aufgelöst werden.

Diese Themen zu bearbeiten und zu klären ist unausweichlich, um kraftvoll heute arbeiten zu können. Die alten Themen sind so voller Dichte und Schwere und wirken absolut limitierend. Und wer von der Leichtigkeit der heutigen Energie gekostet hat, wird verstehen, was ich meine.

 

5. Seinen Platz einnehmen

Wenn ein Erdenengel beginnt aufzuwachen und seine Sinne feiner werden und auch die erweiterten Sinne dem Menschen Einsichten schenken, dann kollidieren die zunächst mit dem, was er bisher als wahr angesehen hat. Das ist oft eine Zeit der Verwirrung und Neuorientierung.

Es gilt, zu erkennen und anzunehmen, wer man ist!

Für mich war es ein bedeutender Moment, als mir durch ein Channelmedium gesagt wurde, dass ich ein Erdenengel sei und dass ich ungeheuer darunter leiden würde, wie hart und harsch die Menschen seien. Meine Aufgabe für mich wäre es erst mal, meinen Frieden mit den Menschen und dem Menschsein zu machen und mein wahres Wesen zu erspüren. Denn ich wäre im Grunde so zart wie eine Elfe. Ich hätte mir Panzerschichten zugelegt, um mich vor der Grobheit der Menschen zu schützen. Ich kann heute gar nicht sagen, wie diese Worte mein Bild über mich verändert haben. So viel konnte ich im nach hinein verstehen und neu sortieren.

Ein Erdenengel sitzt quasi auf einem Zaun und verbindet zwei Welten. Mit dem einem Bein ragt er in das irdische Menschenreich und mit dem anderen Bein ragt er in die spirituelle Welt. Und er muss zu beiden Welten ja sagen und in beiden Welten leben. Beide Welten sind unterschiedlich. Die eine ist polar, die andere nicht. Die eine Welt wertet, die andere nicht, usw.

Wichtig ist mir noch zu erwähnen, dass ein Erdenengel oder Lichtarbeiter aufpassen sollte, dass er sich nicht überhöht – und so seine Kränkungen durch die Kindheit kompensiert und sich quasi als Trostfplaster als etwas „Besonderes“ ansieht. So wird man keine Kraft gewinnen.

Es fordert ein hohes Maß an Gegenwärtigkeit, sich dieses Balanceaktes bewusst zu sein und jeweils zu unterscheiden, was ist irdisch und wie betrachte ich es und was ist es aus spiritueller Sicht. Er soll unter den Menschen und mit den Menschen leben und dabei sich von dem irdisch menschlichen „Geschwurbel“ nicht aufsaugen lassen. Sonst kann er nicht mehr dienen 😉

 

Heute habe ich dir einen Überblick über die fünf größten Hürden eines Erdenengels gegeben. Ich hoffe, dass es für dich hilfreich ist.

Hier nochmal eine Zusammenfassung als Mindmap:

 

 

Der Überblick über die fünf größten Hürden eines Erdenengels mag dir dienen, einen Überblick über die Struktur zu erhalten. Wenn er dich bewegt oder berührt hat, dann freue ich mich.

 

Mit herzlichen Grüßen, Valonia Judith Braun

 

PS: Wenn du mehr über die fünf Hürden erfahren möchtest, wenn du vielleicht mitten in einer Hürde feststeckst,

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2 Comments

  • Jörn

    Reply Reply 15. November 2017

    Ein ganz toller Text, indem ich mich absolut wieder gefunden habe! Mir ist Anfang 2016 bewusst geworden, dass ich hochsensitiv bin, und das erklärte mir rückwirkend mein ganzes Leben. Seit einigen Jahren lebe ich auch meine Berufung als Coach und konnte schon vielen Menschen helfen.
    Vielen Dank für diesen Beitrag!

    • WP Admin

      Reply Reply 15. November 2017

      Hallo Jörn, es freut mich sehr, dass dir der Artikel so gut gefallen hat. Und als hochsensibler Mensch als Coach zu arbeiten/zu wirken ist ein wunderbarer Beitrag zum Bewusstseinswandel. LG Valonia Judith Braun

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